Künstlersozialversicherungsfonds

Ich habe heute, nach langem Hin und Her, die letzten notwendigen Unterlagen an den österreichischen Künstlersozialversicherungsfonds geschickt. Der KSVF bezahlt Teile der Pflichtversicherung von freischaffenden Künstlern, insofern die eigene Arbeit als Kunst eingestuft wird.

Vor 2016 waren diese Regelungen sehr streng und es war ein rechter Kampf da rein zu kommen. Die Richtlinien wurden aber 2016 erneuert, was nun auch den Zugang für Leute ermöglicht die mit dem Vermitteln und Unterrichten von Kunst zu tun haben.

Deshalb würde ich Allen die im künstlerischen oder kunstnahen Bereich arbeiten empfehlen zu checken ob sie nicht unter die Kriterien fallen. Immerhin ist die SVA teuer und wir um jede Hilfe dankbar die wir kriegen können.

Alle weiteren Infos findet ihr auf der Homepage des KSVF.

Soziale Medien sind nicht das Problem

Oft haben wir das gefühlte Problem das soziale Medien wie Facebook, Twitter oder Instagram uns davon abhalten wichtigere Sachen anzugehen. Diesen Umstand jedoch auf die sozialen Medien zu schieben ist schlichtweg falsch.

Wenn wir nix weiter kriegen weil wir zuviel online abhängen, sind das Problem unsere Prioritäten, nicht die sozialen Medien. Facebook und Co. kann man leicht ignorieren, wenn man wichtigeres zu tun hat.

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Eine Bitte an die DJs

Im heutigen Beitrag geht es um Faulheit … und darum wie man mit dieser anderen Leuten schadet, obwohl man mit deren Arbeit Geld verdient. DJs die ausschließlich eigene Musik auflegen dürfen hier aufhören zu lesen, ebenso diejenigen die nach jedem ihrer Gigs eine Setliste an die AKM oder Austromechana schicken.

In Österreich gibt es einen sehr umstrittene Institution: die AKM. Diese kümmert sich darum, dass Musikschaffende Kohle bekommen wenn ihre Musik gespielt wird. Egal ob man die AKM gut findet oder nicht – sich gar nicht mit ihrer Funktion zu beschäftigen und seinen Teil beizutragen schädigt die Leute welche die Musik geschaffen haben, die ihr spielt. Denn jeder legale Veranstalter bei dem ihr spielt (also keine geschlossenen Parties beim Nachbarn, sondern Clubs, öffentliche Parties, korrekt veranstaltete Battles usw.) zahlt einen Beitrag an die AKM (entweder pauschaliert übers Jahr oder als Einzelveranstaltungsbeitrag). Dieser geht anteilig an die Künstler der Musikstücke die ihr gespielt habt.

Eh geil, oder? Im Prinzip schon aber leider ist es unter DJs nicht unüblich die Setliste mit den gespielten Tracks nicht abzugeben. Das führt dazu, dass der Beitrag der Veranstaltung über einen komplexen Aufteilungsschlüssel vergeben wird, der die Kohle zu großen, bekannten Artists schickt. Kurz, zu den Leuten die ohnehin auf Ö3 laufen und deshalb die Tantiemen nicht so sehr nötig haben. Und die Leute mit deren Musik ihr Geld verdient (vorausgesetzt ihr spielt nicht gratis, aber wer will das schon) schauen durch die Finger. Voll uncool. Deshalb: sei nicht asozial und gib die Setliste ab, damit die Leute die den geilen Sound gemacht haben, den Du auflegst auch ein bisschen was davon haben.

Das fehlende Instrument

Auf dem Red Bull Beat Riders Camp 2007 hatten wir einige sehr interessante Diskussionen über die verschiedensten Themen. Eine davon drehte sich um das Thema Musikalität, welches für mich schon immer sehr interessant war.

B-Girl Asia 1 machte dabei ein Statement welches immer wieder gerne zitiert wird:

When dancing I don’t follow the music. It is more like I am playing the missing instrument to the track.

Auf diese oder ähnliche Aussagen wird immer wieder verwiesen, wenn Leute nicht zur Musik tanzen. Sie erklären dann auch, sie würden das fehlende oder ein eigenes Instrument vertanzen. Das ist schön und gut aber darf nicht als Ausrede herhalten müssen wenn man einfach nicht auf die Musik hört (unabhängig davon ob man es nicht kann oder nicht will).

Ein Instrument zu bestehender Musik zu Improvisieren und dabei gut zu klingen ist nicht so einfach. Man muss den Regeln der zugrunde liegenden Musik folgen damit das auch funktioniert. Einfach nur irgendwas zu machen und zu behaupten, man spiele das fehlende Instrument, ist anmaßend und respektlos gegenüber den Leuten die es können. Asia 1 gehört zu den Leuten die das können, die meisten B-Boys die behaupten sie täten es auch leider nicht.

 

#thinklikeamusician

Warum man den ganzen Song tanzen sollte

In Workshops oder bei Interviews mit den OGs unseres Tanzes hört man oft „back in the days we danced to the whole song„. Ich bin sicher die Gründe dafür waren andere, aber es gibt aus tänzerischer Sicht gute Gründe warum man das auch heute tun sollte.

  1. Ein guter Track hat verschiedene musikalische Phasen, die sich in unserem Tanz zeigen können. Wenn wir nicht zu allen tanzen, verpassen wir was.
  2. Je länger man sich aktiv mit einem Song beschäftigt desto mehr versteht man die Feinheiten.
  3. Wir tanzen tendenziell länger durchgehend was unserer Ausdauer hilft.

Nicht zuhören aber motzen?

Manchmal begegnet man einer ganz besonderen Art von Leuten. Solchen die nicht zuhören was man sagt, sich aber dann über Dinge aufregen, von denen sie glauben, dass man sie gesagt hat.

Mir ist klar, dass so etwas aus verschiedenen Gründen passieren kann. Sprachbarriere zum Beispiel. Kann ja passieren, dass Leute mit unterschiedlichen Muttersprachen sich unterhalten. Oder das Thema ist für den Einen nicht interessant und der Andere hört deshalb nicht zu. Kann auch passieren.

Mir ist jedoch ein Rätsel warum so etwas in Gesprächen passiert, die für beide Parteien relevant sind, und in denen alle die gleiche Sprache sprechen. Leute, lasst uns mal besser zuhören, wenn Andere reden. Dann verstehen wir vielleicht auch, was sie sagen.

Statusmeldung und Neuerungen

Eine lange Zeit hab ich mich online nicht gemeldet. Das lag hauptsächlich daran, dass ich zuerst viel mit Hungry Sharks zum Tanzen unterwegs war und danach habe ich mich sehr intensiv um meine neuen Vaterpflichten gekümmert.

Langsam kehrt etwas ähnliches wie Routine ein und ich richte mich ein bisschen für meine neue Rolle ein. Ich werde natürlich weiterhin als Tänzer aktiv sein aber zusätzlich weitere Tätigkeitsfelder ausbauen, die es mir ermöglichen mehr Zeit mit der Familie zu verbringen. Im Rahmen dessen gibt es einige Updates.

Also, was ist neu?

  1. Internationalisierung: ich schreibe ab sofort zusätzlich zu Deutsch auf Englisch. Die alten Beiträge werde ich nicht mehr übersetzen aber alles Neue kommt zweisprachig.
  2. Newsletter: der Newsletter wird aber sofort einmal pro Monat verschickt und enthält Zusatzinformationen, die teilweise nicht über die Homepage verfügbar sind. Darin gibt es diesen Monat z.B.: eine Vorabversion eines Kapitels aus dem Tanzkonzepte Buch an dem ich arbeite.
  3. Abos und Kommentare: die Abo und Kommentarfunktionen sind nun viel einfacher verfügbar. Man kann mit den meisten gängigen Social Media Accounts kommentieren und braucht für das Abo nur einen WordPress Account.

Ausserdem versuche ich wieder regelmäßiger zu posten. Der Schwerpunkt wird die Dokumentation meiner eigenen Arbeit sein aber dazwischen gibt es die gewohnten Inhalte.